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Konzeption des evangelischen Kindergartens St. Willehad - Groß Grönau

Liebe Leser und Leserinnen,

mit dieser Konzeption möchten wir Ihnen einen Einblick in die Arbeit in unserer Kindertagesstätte geben. Die Konzeption beinhaltet sowohl fachliche Hintergründe als auch einfache Beschreibungen, wie die Rahmenbedingungen, Aktivitäten und der Tagesablauf in unserem Kindergarten aussehen. Sie vermittelt Grundsätze und Ziele unserer Arbeit. Sie ist gleichzeitig ein verbindlicher Leitfaden, so dass unsere Arbeit auch für Außenstehende transparent ist.

Diese Konzeption wurde von den Mitarbeiterinnen der Kindertagesstätte im Jahr 2003 erstellt, 2005/2006 überarbeitet und wird vor dem Hintergrund unserer Praxiserfahrung sich gegebenenfalls weiter entwickeln und verändern.

Wir hoffen, dass wir hiermit Ihr Interesse wecken.

Die Konzeption ist am 30.11.2006 vom Kirchenvorstand beschlossen worden.

Inhaltsverzeichnis

Präambel

A. Rahmenbedingungen

Gesetzliche Bestimmungen
Trägerschaft
Finanzierung der Betriebskosten und Sozialstaffel
Bau und Räumlichkeiten
Außenanlagen
Gruppen
Öffnungszeiten (Die Öffnungszeiten haben sich zwischenzeitlich geändert)
Schulbus
Personal
Fort- und Weiterbildung
Ort und soziales Umfeld

B. Was uns für Kinder wichtig ist

Querschnittsdimensionen

Spiel
Kreativität und Phantasie
Sozialkompetenz / Sozialverhalten
Integrierte Religionspädagogik

Bildungsbereiche

Wissensvermittlung
Konzentration und Ausdauer
Sprachliche Ausdrucksfähigkeit
Körper, Gesundheit und Bewegung
Motorik
Wahrnehmung
Mathematik und Naturwissenschaft
Musikalität

C. Das ist uns wichtig

Zusammenarbeit mit den Eltern
Zusammenarbeit mit der Grundschule
Öffentlichkeitsarbeit

Anhang

Kinder-Tagesstätten-Gesetz (Auszug)
Kindertagesstättenverordnung
Kinder und Jugendhilfegesetz
Leitlinien zum Bildungsauftrag von Kindertageseinrichtungen (Auszug)

Präambel

Christus spricht: „Lasst die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solchen gehört das Reich Gottes. Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. Und er herzte sie und legte die Hände auf sie und segnete sie.“ (Markusevangelium 10,14-16)

Eltern wünschen sich für ihr Kind, dass es im Leben seinen Weg findet. Der Grundstein hierfür wird in den ersten Lebensjahren des Kindes gelegt. Wir wollen helfen, dass Kinder sich in der gegenwärtigen und zukünftigen Lebenssituation zurechtfinden. Wir wollen die familiäre Erziehung begleiten und ergänzen.

Der evangelische Kindergarten St. Willehad ist eine Einrichtung der Kirchengemeinde St. Willehad - Groß Grönau. Die Kirchengemeinde übernimmt damit als Trägerin Verantwortung für eine wichtige Einrichtung der Orte innerhalb ihres Gemeindegebietes. Die Betreuung ist ein Angebot, das sich entsprechend unserem christlichen Menschenbild an alle Kinder richtet, unabhängig von deren Religion und Nationalität.

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A. Rahmenbedingungen

Gesetzliche Bestimmungen
Gesetzliche Bestimmungen: KiTaG, KiTaVO, KJHG, Leitlinien zum Bildungsauftrag Siehe Anhang

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Trägerschaft

Trägerin des Ev. Kindergartens St. Willehad ist die Evangelische Kirchengemeinde St. Willehad in Groß Grönau. Der Kirchenvorstand sorgt dafür, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen erfüllt werden. In der Umsetzung des integrierten religionspädagogischen Konzeptes wird der Kindergarten durch die Pastorin und den Pastor begleitet und unterstützt. Sie geben Möglichkeiten zur aktiven Auseinandersetzung.
Die Zusammenarbeit zwischen Träger und Kindergarten übernimmt der Kindergartenausschuss.
Verbindungsglied zwischen Eltern, Träger, politischer Gemeinde und dem pädagogischen Personal ist der gewählte Beirat.

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Finanzierung der Betriebskosten und Sozialstaffel

Die Betriebskosten der Kindertageseinrichtung werden erbracht durch Zuschüsse des Landes, Elternbeiträge, Zuschüsse des örtlichen Trägers der öffentlichen Jugendhilfe, Zuschüsse der Gemeinde und Eigenleistung des Trägers.
Spenden von Einzelpersonen oder Vereinen ermöglichen dem Kindergarten auch Projekte durchzuführen, die aus dem laufenden Haushalt schwer oder gar nicht zu finanzieren sind. Regelungen in Bezug auf Elternbeiträge und Ermäßigungen sind in der Kindergartensatzung festgelegt

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Bau und Räumlichkeiten

Der Kindergarten St. Willehad verfügt über 4 Gruppenräume, eine Halle, einen Nebenraum und ein großes Außengelände. Im Eingangsbereich des Kindergartens befinden sich das Büro und der Mitarbeiterraum.
Von der Halle aus gelangt man in die Gruppenräume. Die individuell gestalteten Räume sind alle wabenförmig und haben eine große Fensterfront. Dadurch wirken die Räume hell und freundlich.
Die Halle, der Nebenraum und der Mitarbeiterraum stehen für alle zur Verfügung. Für einige Aktivitäten kann auch das angrenzende Gemeindezentrum mitgenutzt werden.

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Außenanlagen

Das etwa 1800 qm große Spielgelände erstreckt sich um den Kindergarten herum. Die großzügig angelegten Sandkisten und Spielgeräte werden durch Büsche und Bäume unterteilt und eingerahmt. Zum Spielen laden insbesondere ein Hügel mit Tunnel, eine Vogelnestschaukel, ein Klettergerüst mit Rutsche, Hecken, ein kleines Wäldchen, Weidentipis und eine Rasenfläche ein.

[Hier wird eine Zeichnung mit dem Grundriss des Kindergartens samt Außenanlagen eingefügt]

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Gruppen

In den vier altersgemischten Gruppen werden je 20 bis 22 Kinder betreut. Gruppen, die integrativ arbeiten, werden in ihrer Gruppengröße entsprechend der jeweils gültigen Betriebserlaubnis reduziert.

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Öffnungszeiten

Montag bis Freitag von 7.15 bis 13.45 Uhr

Frühdienst 07.15 bis 08.15 Uhr
Regelzeit 08.15 bis 12.45 Uhr
Spätdienst 12.45 bis 13.45 Uhr

Während der Sommerferien findet ein eingeschränkter Betrieb statt. Es wird eine Feriengruppe eingerichtet, zu der separat angemeldet wird und eine Gebühr pro Woche entrichtet werden muss. Zwischen Weihnachten und Neujahr, sowie an einem Tag für Teamfortbildung und einem Tag für den Betriebsausflug ist der Kindergarten geschlossen. Weitere Ausnahmefälle sind in der Satzung geregelt.

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Schulbus:

Kinder, die aus dem südlichen Bereich Groß Grönaus, oder aus der Nachbargemeinde Groß Sarau kommen, können mit dem Schulbus fahren. Diese Kinder werden von einer Mitarbeiterin und einem Elternteil von der Bushaltestelle abgeholt, bzw. zur Bushaltestelle gebracht. Der Schulbus kann während der Schulferien nicht genutzt werden.

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Personal

In unserem Kindergarten arbeiten 6 Erzieherinnen, 2 Sozialpädagogische Assistentinnen und eine Praktikantin im Freiwilligen Sozialen Jahr. In den Gruppen arbeiten je eine Erzieherin und eine Zweitkraft.
Eine Erzieherin ist interne Springkraft.
Die Leiterin mit Zusatzausbildung für Erzieher/innen in Leitungsfunktion ist gruppenfrei. Unterstützt wird unser Team durch Heilpädagoginnen für die entsprechenden Einzelintegrationsmaßnahmen, einer Logopädin, für Kinder die eine entsprechende Verordnung von ihrem Arzt bekommen, und einer Sportübungsleiterin mit psychomotorischer Zusatzausbildung.
Gereinigt wird der Kindergarten von zwei Raumpflegerinnen, außerdem haben wir einen Hausmeister.

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Fort- und Weiterbildung

Alle Fachkräfte nehmen regelmäßig an Fortbildungsveranstaltungen teil, um sich in der Entwicklung der pädagogischen Kenntnisse stetig weiterzubilden und somit den Kindern eine bestmögliche Betreuung angedeihen zu lassen.
Schwerpunkte liegen hierbei im Bereich des Bildungsauftrags von Kindertagestätten, Zusammenarbeit mit Eltern, Beobachtung, Förderung von Kindern mit Entwicklungsauffälligkeiten, im musischen und gestalterischen, sowie im religionspädagogischen Bereich.

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Ort und soziales Umfeld

Der Kindergarten St. Willehad liegt in dem in den siebziger Jahren entstandenem Teil der Gemeinde Groß Grönau, an einer von der B207 abzweigenden Nebenstraße. Es gibt viele Einfamilienhäuser mit großen Gärten. In der näheren Nachbarschaft befinden sich eine Ladenzeile, eine Apotheke, ein Schlachter, sowie ein Zahnarzt.
Zur näheren Umgebung gehören ein Wald mit angrenzendem Spielplatz und die nahe gelegene Wakenitz, die für Ausflüge und Spaziergänge genutzt werden. Im Ort gibt es ferner die Grundschule, die St. Willehad Kirche, ein Altenheim, die Sporthalle, die Feuerwehr und die Polizeistation.
Durch gute Busverbindungen und die nahe Lage zur Stadt Lübeck sind Theater, Museen und ähnliche Veranstaltungsorte, sowie der Flughafen leicht zu erreichen.

Die Mehrheit der Kinder unserer Einrichtung wohnt mit Eltern auch mit Geschwistern in Einfamilienhäusern.
Ein Drittel unserer Kinder sind Einzelkinder. Nur 7% der Kinder leben allein mit einem Elternteil.
Jedes Kindergartenjahr haben wir drei bis vier Asylantenkinder in der Einrichtung.
Ein großer Teil der Kinder, die mit fünf oder sechs Jahren zu uns in den Kindergarten kommen, haben schon Gruppenerfahrungen in einer Spielstube gesammelt. Die jüngeren Kinder kommen in der Regel direkt aus der Familie oder von einer Tagesmutter. Aufgrund eines vielfältigen Angebotes im näheren Umfeld nutzen viele Eltern mit ihren Kindern Aktivitäten wie Kinderturnen, Schwimmen, musikalische Früherziehung, Englischkurse usw..

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B. Was uns für die Kinder wichtig ist

Unsere Kinder werden heute in einer sich immer schneller verändernden Umwelt groß. Das eröffnet ihnen viele Möglichkeiten, jedoch wird ihr Alltag von Medien, wie, CDs, Fernseher, Video, PC stark beeinflusst.
Kinder, die zu uns kommen, sollen darum einen Platz finden, an dem sie Kontakte knüpfen und pflegen können. Der Kindergarten bietet den Kindern Raum für ihre Bildungs- und Entwicklungsprozesse, für Rituale, die Sicherheit und ein Gemeinschaftsgefühl ermöglichen, als auch Bewegungsangebote, Freiräume für eigene Entscheidungen und Unterstützung bei. Unsere Kinder werden heute in einer sich immer schneller verändernden Umwelt groß. Das eröffnet ihnen viele Möglichkeiten, jedoch wird ihr Alltag von Medien, wie, CDs, Fernseher, Video, PC stark beeinflusst.
Aktivitäten.
Im Laufe der Kindergartenzeit lernen die Kinder Verantwortung zu übernehmen, mitzutragen und selbst gesteckte Ziele zu erreichen. Gestellte Aufgaben lernen sie gewissenhaft durchzuführen und zu beenden. In Form von gruppenübergreifenden Projekten erlangen sie Sicherheit auch im Umgang mit anderen Bezugspersonen. So schaffen wir Möglichkeiten, den Übergang zum Schulkind unter Berücksichtigung der individuellen Persönlichkeit der Kinder gleitend zu erleben. Insgesamt sehen wir vorschulische Förderung als gemeinsame Aufgabe von Elternhaus und Kindergarten.

Um die Persönlichkeitsentwicklung, die Bildungspotenziale und Kompetenz der Kinder gezielt zu fördern, zu unterstützen und zu begleiten, ist es unsere Aufgabe, die Kinder gezielt zu beobachten. Unser pädagogisches Personal ist darin geschult, mit der Entwicklungstabelle von Kuno Beller zu arbeiten.

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Querschnittsdimensionen

Spiel, Sozialkompetenz / Sozialverhalten und integrierte Religionspädagogik sind in allen unseren Arbeitsbereichen gleichermaßen von Bedeutung.on.

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Spiel

Das Spiel ist die dominierende Tätigkeit der Kinder. Der ganze Tagesablauf in unserem Kindergarten wird vom Spiel bestimmt. Er beginnt mit dem Freispiel, in dem Möglichkeiten zu Regel-, Rollen- oder Konstruktionsspielen bestehen.
Besonders beliebt bei den Kindern ist das Spiel im Freien, auch gemeinsame Spiele in der Gruppe wie z.B. Kreis-, Wett- und Fingerspiele gehören dazu.
Erworbene Kenntnisse, Erfahrungen und Verhaltensweisen werden im Spiel angewendet, überprüft und bereichern gleichzeitig das Wissen und Können der Kinder.
Im Spiel werden soziale Beziehungen und Fähigkeiten herausgebildet und gefestigt, z.B. Toleranz und gegenseitige An- und Rücksichtnahme.
Die ersten Lebensjahre, in denen der Mensch vorrangig spielt, sind für die Ausbildung der so genannten Basisfähigkeiten von besonderer Bedeutung.

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Kreativität und Phantasie

Kinder besitzen von Natur aus Kreativität und Phantasie. Diese gilt es auszuprägen. So können diese Fähigkeiten ihnen helfen, sich aus gedanklichen und gefühlsmäßigen Eingrenzungen zu befreien. Kreativität und Phantasie können aber auch häufig durch ein Überangebot an Spielsachen und Medien eingeschränkt werden. Mit Hilfe von einfachen Materialien, wie Pappe, Papier, Perlen, verschiedene Stoffe und Naturmaterialien ..., wie sie der Kindergarten vorhält, werden eigene Ideen eingebracht und umgesetzt.
Kinder, die sich mit ihrer Phantasie wertgeschätzt fühlen, sind mit sich zufriedener und belastbarer, sie zeigen eine bessere Konzentration und sind ausgeglichener.
In Rollenspielen können die Kinder eigene Vorstellungen Im Schonraum des Kindergartens "in Szene setzen" und dabei lernen, sich mit der Welt auseinanderzusetzen.

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Sozialkompetenz und Sozialverhalten

Wir wollen den Kindern einen Raum der Annahme und Geborgenheit geben, um ihnen zu helfen, sicherer im Umgang mit eigenen und fremden Gefühlen und Bedürfnissen zu werden und dadurch an Sozialkompetenz zu gewinnen. Darum halten wir es für wichtig, dass die Kinder lernen, Regeln mitzuentwickeln und einzuhalten, den anderen so zu achten wie er ist, und auf angemessene Weise Konflikte auszutragen. Unser Wunsch ist es, dass die Kinder ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln und den anderen als Bereicherung erleben.
Dazu bietet der ganz normale Alltag im Kindergarten vielfältige Möglichkeiten, wie z.B. Kinderkonferenzen, gemeinsames Aufstellen und Überdenken von Regeln in der Gruppe und der gesamten Einrichtung.

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Integrierte Religionspädagogik

Zu einem bewussten und erfüllten Leben gehört für uns auch die Wahrnehmung und Gestaltung der religiösen Dimension des Lebens. Der Glaube an Gottes Gegenwart in der Welt und im eigenen Leben stärkt das eigene Selbstbewusstsein und bietet eine lebensbejahende Orientierung.
Die religiöse Erziehung ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Sie wird von Seiten der Pastorin und des Pastors begleitet.
Wir ermöglichen den Kindern ganzheitliche Zugänge zur christlichen Religion und zum eigenständigen Glauben.
Ein Ziel ist die kind- und altersgemäße Vermittlung elementarer Grundkenntnisse und Werte der christlichen Religion. So ist uns die Wertschätzung der eigenen Person mit ihren Gaben und Fähigkeiten genauso wichtig, wie der achtungsvolle Umgang mit den Anderen und anderen Religionen, sowie die Achtung vor Gottes Schöpfung, die Bewahrung der Natur und ein aktives Auseinandersetzen mit der Umwelt.
Durch die Beschäftigung mit biblischen Personen und Erzählungen können sich die Kinder in ihren Grunderfahrungen von Liebe, Hoffnung, Angst, Vertrauen usw. wieder finden. Dadurch fühlen sie sich bestärkt und angenommen.
Um den Kindern die Gegenwart Gottes näher zu bringen, gibt es in unserem Kindergarten Rituale, wie die Begrüßung der neuen Kinder in einem Gottesdienst, das Gebet, gesprochen oder in Liedform, vor dem Frühstück, die wöchentliche gemeinsame Andacht am Freitag in der Halle, Familiengottesdienste unter Mitwirkung des Kindergartens (ca. 3x im Jahr) sowie Feiern von christlichen Festen im Jahreskreis. Mit biblischen Erzählungen, themenbezogenen Geschichten, Bilderbuchbetrachtungen, Spielen, Gestaltung zu Themen, Rollenspielen, Gesprächen und Liedern setzen wir unsere religionspädagogischen Ziele um.

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Bildungsbereiche

Wissensvermittlung

Uns ist es wichtig, den Kindern Möglichkeiten zu geben, sich Wissen nicht nur durch Worte, sondern durch eigenes Probieren und selbständiges Handeln anzueignen. Inhalt unserer Kindergartenarbeit ist es darum auch, den Kindern, ihrem Alter entsprechend, Lernangebote zu machen.
Die Themen wählen wir auf Grund der Gruppensituation und der Interessen der Kinder aus. Dabei berücksichtigen wir auch Jahreszeiten und besondere Feste, wie zum Beispiel Weihnachten und Ostern.
Zum jeweiligen Thema arbeiten wir mit den Kindern in Gesprächen, bei Bilderbuchbetrachtungen, Geschichten, aber auch im Spielen, Bewegen und Gestalten.
In den Gruppen unternehmen wir Ausflüge und Beobachtungsspaziergänge. Beim Experimentieren, Kochen und Backen können z.B. Mengen, Stoffe und Gewichte im eigentlichen Sinne be- griffen werden.

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Konzentration und Ausdauer

Konzentration und Ausdauer sind geistige und körperliche Fähigkeiten, die uns in die Lage versetzen, auf ein Ziel hin zu arbeiten.
Sich zu konzentrieren bedeutet, aufnahmebereit zu sein, seine Wahrnehmung zu schärfen, seine Sinne einzusetzen und Informationen zu speichern. Konzentrationsfähigkeit entwickelt sich sowohl bei eigenem Interesse an einer Sache, als auch über die Sinne (alles was ich riechen, schmecken, sehen, hören, greifen und fühlen kann, begreife und verstehe ich viel schneller).
In allen Bereichen des Kindergartenalltags werden die Kinder herausgefordert, ihre Konzentrationsfähigkeit zu entwickeln.

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Sprachliche Ausdrucksfähigkeit

Soziale Kontakte bilden sich im Vorschulalter zunehmend über die Sprache. Die Kinder sprechen miteinander und teilen ihre Wahrnehmungen der Umwelt mit.
Im Gruppenverband ergeben sich ständig Situationen, in denen die Kinder zum sprachlichen Austausch angeregt werden. Zu Beginn des Tages begrüßen wir einander. Die Kinder erzählen, was sie erlebt haben, was sie freut oder ärgert und was sie gerne machen möchten. Bedürfnisse und Konflikte werden angesprochen, und gemeinsam werden Lösungsmöglichkeiten entwickelt. Wenn wir zu bestimmten Themen arbeiten, erweitern wir dabei auch den Wortschatz. Neu gelernte Begriffe werden durch Wiederholungen in Gesprächen oder in Lied- und Versform und durch Spiele gefestigt. Dieses macht Spaß und ist wichtig, um den Wortschatz zu erweitern und um grammatikalisch richtige Sätze zu bilden.

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Körper, Gesundheit und Bewegung

Motorik

In unserem Kindergarten bieten wir viele Möglichkeiten, die die Bewegungsfreude des Kindes anregen und fördern. Die Kinder finden Hängematten, Sprossenwände, , Wippen, Trampoline, Rollbretter, große Polster, Schaumstoffbausteine und eine Hochebene in unseren Räumen. Nach Absprache können die Kinder selbständig Flure, die Halle und den Hängemattenraum als Spielmöglichkeit nutzen.
Auf unserem Außengelände lernen die Kinder beispielsweise am Klettergerüst ihre grobmotorischen Fähigkeiten einzuschätzen und so umzusetzen, dass sie gefahrlos hoch- und runterklettern können.
In der Sporthalle fördern wir ein bewusstes Körpererleben und motorische Sicherheit durch gezielte Turnübungen und freie Angebote, z.B. spielerische Nutzung der Sportgeräte, unterstützt durch eine Fachkraft mit psychomotorischer Zusatzausbildung.
Die Feinmotorik wird sowohl im Freispiel, als auch durch gezielte Beschäftigungen gefördert. Beim Kneten von Ton, Teig und Knetmasse, beim Basteln und Malen, Falten von Papier, An- und Ausziehen von Kleidung, Ball- und Fingerspielen, werden die Finger und Muskeln der Hand beweglicher und kräftiger.

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Wahrnehmung

Wahrnehmung ist die Aufnahme und Verarbeitung von Eindrücken über die verschiedenen Sinnesorgane wie: die Augen, Ohren, Mund, Nase, Haut, Muskeln, Sehnen und Gelenke, sowie dem Gleichgewichtsorgan.
Durch hautnahes Erleben, durch Erproben und Experimentieren werden die Kinder Erfahrungen sammeln und Zusammenhänge selber entdecken. In unserem Kindergarten bieten wir in allen Wahrnehmungsbereichen ein vielseitiges Angebot, um ein intensives und erlebnishaftes Lernen zu ermöglichen. Hierbei lernen die Kinder ihr Tun, Sprechen, Wahrnehmen usw. zu planen und zu koordinieren.

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Mathematik und Naturwissenschaft

Die neuronalen Verbindungen, die durch Ausprobieren geschaffen werden, bleiben später erhalten. Funktionen des Gehirns, wie Kreativität, Intuition und haptische Intelligenz schulen wir im Kindergarten.
In der Arbeit mit den Kindern ist es darum wichtig, dass sie selbst als Forscher arbeiten und nicht mit vorgefertigten Aufträgen unterfordert werden.

Hierbei gibt es 4 verschiedene Lernbereiche:

  1. Chemie (z.B. Hefeteig herstellen, Experimente mit Wasser und Salzwasser)
  2. Physik (z.B. Fallgeschwindigkeit, Magnete, Gesetze der Mechanik, z. B. Hampelmann)
  3. Biologie (Pflanzen, Garten, Wald, Kräuterschnecke)
  4. Mathematik ( Zahlen und Mengen, Gewichte, Volumina, Geometrie)

Durch diese konkreten Anwendungen können die Kinder den sich ständig verändernden Umweltbedingungen besser begegnen.

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Musikalität

Wie auch den Bildungsleitlinien zu entnehmen ist, bestimmen Musik und Rhythmus früh die Entwicklung der Kinder. Schon das Kind im Mutterleib reagiert auf akustische Reize. Babys und Kleinkinder experimentieren mit ihrer Stimme und erforschen die Klangeigenschaften von Materialien.
Diese Fähigkeiten erweitern die Kinder bei uns im Kindergartenalltag.
Beim musikalischen Spielen beziehen wir den ganzen Körper mit ein, so dass durch klatschen, trommeln, stampfen, sich im Kreis drehen und andere rhythmische Bewegungen die Körperwahrnehmung sehr geschult wird.
Wiederkehrende Kreisspiele, Fingerspiele, Sprechverse und das Einsetzen von Rhythmusinstrumenten fördern bei den Kindern die Freude an der Musik, stärken das Selbstvertrauen und helfen ein Gemeinschaftsgefühl zu entwickeln.
Das Musizieren im weitesten Sinne ist hilfreich bei der Sprachentwicklung und vernetzt die linke und die rechte Gehirnhälfte, was für die kognitive Entwicklung der Kinder von Vorteil ist.

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C. Das ist uns wichtig

Zusammenarbeit mit den Eltern

Für uns hat die Elternarbeit einen wesentlichen Stellenwert, da nur mit den Eltern gemeinsam unser Ziel zu realisieren ist, jedes Kind in seiner Entwicklung und Gesamtpersönlichkeit optimal zu begleiten.

Unsere Elternarbeit findet statt bei:

Unterstützend für eine gute und konstruktive Elternarbeit ist für uns:

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Zusammenarbeit mit der Grundschule

"Kindertageseinrichtungen sollen mit den Grundschulen über den Entwicklungsstand der einzelnen Kinder Informationen austauschen und Gespräche führen, um eine individuelle Förderung zu ermöglichen." (Auszug: KiTaG § 5 Absatz 6)
Die Waldschule und unser Kindergarten arbeiten schon seit Jahren zusammen, um den Übergang für Eltern und Kinder zu erleichtern. Nach Vorlage der schriftlichen Einverständniserklärung der Eltern, dürfen wir der Schule mitteilen, welche Stärken unsere zukünftigen Schulkinder haben, wo noch Förderbedarf vorhanden ist und welche Freundschaften für die weitere Entwicklung von Vorteil sind.
Durch gegenseitige Hospitationen, Besuche mit den Vorschulkindern in der Schule, gemeinsame Gesprächskreise mit Eltern, Lehrkräften und Erzieherinnen lernen wir einander besser kennen. Da eine gute Zusammenarbeit ständig gepflegt werden muss, haben wir die Vereinbarung getroffen, uns alle zwei Jahre gemeinsam fortzubilden.

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Öffentlichkeitsarbeit

Pädagogische Ziele und Struktur der Einrichtung werden näher gebracht durch:

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Anhang

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Kinder-Tagesstätten-Gesetz (Auszug)

§4 Ziele

(1) Die Kindertagesstätten haben einen eigenen Betreuungs-, Erziehungs- und Bildungsauftrag. Dabei ist die Entwicklung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu unterstützen und das leibliche, seelische und geistige Wohl des Kindes zu fördern. Dies geschieht vor allem durch die Förderung der individuellen Selbst-, Sozial- und Lernkompetenz und orientiert sich an dem jeweiligen Entwicklungsstand des Kindes. Das Erziehungsrecht der Eltern (§1Abs. 2 SGB VIII) bleibt unberührt.

(2) In den Kindertagesstätten sind insbesondere diejenigen Fähigkeiten entsprechend dem jeweiligen Alter und Entwicklungsstand zu unterstützen und weiterzuentwickeln,
1. die die Kinder im täglichen Leben benötigen,
2. mit denen die Kinder ihre Erfahrungen verarbeiten und Selbständigkeit gewinnen können und
3. die die Kinder im Zusammenleben mit anderen Menschen brauchen.

(3) Bei der Wahrnehmung dieses eigenen Betreuungs-, Erziehungs- und Bildungsauftrages nach Abs. 1 sowie der Unterstützung und Weiterentwicklung der Fähigkeiten nach Abs. 2 sollen folgende Bildungsbereiche berücksichtigt werden:
1. Körper, Gesundheit und Bewegung, insbesondere die Teilbereiche Wahrnehmung und Grob- und Feinmotorik,
2. Sprache(n), Zeichen/Schrift und Kommunikation, insbesondere zur Teilhabe an Bildungsvorgängen und zur Vorbereitung auf den Schuleintritt,
3. Mathematik, Naturwissenschaften und Technik,
4. Kultur, Gesellschaft und Politik, einschließlich des Umgangs mit Regeln des sozialen Verhaltens,
5. Ethik, Religion und Philosophie,
6. musisch-ästhetische Bildung und Medien.
7. Die Bildungsbereiche sollen in die umfassende Arbeit der Kindertageseinrichtungen einbezogen werden, um altersgemäß die entsprechenden Fähigkeiten und Fertigkeiten zu entwickeln.

(4) Behinderungen, Beeinträchtigungen und Benachteiligungen eines Kindes sollen durch gemeinsame Erziehung aller Kinder und durch individuelle Hilfe ausgeglichen oder verringert werden. Die gemeinsame Erziehung soll auch erreichen, dass alle Kinder sich in ihren unterschiedlichen Befähigungen anerkennen, emotional positive Beziehungen aufbauen und sich gegenseitig unterstützen.

§5 Grundsätze

(1) Die Kinder sollen entsprechend ihrem Entwicklungsstand und unter dem Aspekt der Ganzheitlichkeit betreut, erzogen und gebildet werden. Einzelne pädagogische Maßnahmen sollen immer auf die Gesamtentwicklung des Kindes bezogen sein.

(2) Bei den Bildungsvorgängen soll zunächst von den Interessen und Fragestellungen der Kinder ausgegangen werden. Deswegen sollen die Kinder aktiv an ihren Bildungsprozessen mitwirken und eigene Lernstrategien entwickeln können. Dabei sind ihre kulturellen Erfahrungen und Lebensbedingungen sowie die unterschiedlichen Lern- und Verhaltensweisen von Mädchen und Jungen in den verschiedenen Bildungsbreichen zu beachten und in die pädagogische Arbeit einzubeziehen.

(3) Die Umsetzung des Bildungsauftrages wird als Teil des Gesamtauftrages in der Pädagogischen Konzeption jeder Kindertagestätte dargestellt und durch geeignete Verfahren unter Einbeziehung der Erziehungsberechtigten evaluiert.

(4) Die Fachkräfte und die anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kindertageseinrichtungen und Tagespflegestellen unterstützen, ergänzen und erweitern die familiäre Erziehung. Sie orientieren sich an den Bedürfnissen der Kinder und Familien und arbeiten mit den Erziehungsberechtigten zusammen.

(5) Die Inhalte und die Formen der pädagogischen Arbeit sollen dem Entwicklungsstand der Kinder entsprechen und sich an deren Lebenssituation orientieren. Dazu gehören die Öffnung und der Kontakt zur Lebenswelt außerhalb der Kindertageseinrichtungen und Tagespflegestellen.

(6) Der Übergang zur Schule und die Förderung schulpflichtiger Kinder sollen durch eine am jeweiligen Entwicklungsstand und an der Alterssituation der Kinder orientierte Zusammenarbeit mit der Schule erleichtert werden. Zu diesem Zweck sollen Kindertageseinrichtungen mit den Schulen in ihrem Einzugsgebiet verbindliche Vereinbarungen über die Verfahren und Inhalte der Zusammenarbeit abschließen, insbesondere zur Vorbereitung des Schuleintritts. Kindertageseinrichtungen sollen mit den Grundschulen über den Entwicklungsstand der einzelnen Kinder Informationen austauschen und Gespräche führen, um individuelle Förderung der Kinder zu ermöglichen. Für die dazu erforderliche Erhebung, Speicherung und Übermittlung personenbezogener Daten bedarf es der Einwilligung der Personensorgeberechtigten; die maßgebenden Datenschutzbestimmungen sind zu beachten.

(7) In Kindertageseinrichtungen und Tagespflegestellen sollen altersgemischte Gruppen entwickelt werden. Dabei sind die individuellen und die altersspezifischen Bedürfnisse der Kinder zu berücksichtigen Im letzten Jahr vor Schuleintritt können dort, wo es personell und räumlich möglich ist, zeitweise altershomogene Gruppen eingerichtet werden.

(8) Die Arbeit in den Kindertageseinrichtungen und Tagespflegestellen soll die Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen, von Kindern mit unterschiedlichen Fähigkeiten und von unterschiedlicher sozialer Herkunft sowie das Zusammenleben von Kindern unterschiedlicher nationaler und kultureller Herkunft fördern.

(9) Behinderte und nicht behinderte Kinder sollen in Kindertageseinrichtungen und Tagespflegestellen gemeinsam gefördert werden.

(10) Erzieherische Maßnahmen, die das Kind entwürdigen, insbesondere körperliche Strafen, sind verboten.

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Kindertagesstättenverordnung

Landesverordnung über den Betrieb von Kindertageseinrichtungen (Verordnung für Kindertageseinrichtungen - KiTaVO)

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Kinder und Jugendhilfegesetz

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Leitlinien zum Bildungsauftrag von Kindertageseinrichtungen (Auszug)

Zum Bildungsverständnis in Kindertageseinrichtungen
Bildung beginnt mit der Geburt. Von Anfang an setzen sich Kinder aktiv und neugierig mit der Welt auseinander und entwickeln nach und nach ein Verständnis von Zusammenhängen. Mit fortlaufendem Alter erweitern, differenzieren und erneuern sie ihr Bild von der Welt.
Bildung vollzieht sich dabei in komplexen Zusammenhängen. Kinder entwickeln ihre Fragen aus Alltagszusammenhängen heraus, die immer gleichzeitig verschiedene Lernherausforderungen beinhalten. "Keine Alltagssituation trägt die Aufschrift: Hier handelt es sich um eine soziale, emotionale oder motorische Lernaufgabe. Jeder muss selbst herausfinden, welche Fähigkeiten er einsetzen kann, um Lösungen für alltägliche Aufgaben zu finden" (Schäfer 2003, S. 32). Kinder entdecken die Welt ganzheitlich. In der Vielfalt des Alltags lernen sie zu sprechen, Probleme kooperativ zu lösen, gute Beziehungen zu anderen Kindern und Erwachsenen aufzubauen, mathematischen und naturwissenschaftlichen Fragen nachzugehen, nach dem Sinn des Lebens zu fragen und mehr. Vieles erschließen sie sich dabei über das Spiel, das in der Kindheit ein zentrales Bildungsmoment darstellt. Kinder machen sich "über ihre Sinneserfahrungen und ihr Handeln ein Bild von der Welt, entwickeln innere Strukturen, auf denen alles spätere Denken und Fühlen der Kinder aufbauen wird. "Aneignung von Welt" ist eine Aktivität der Kinder, die niemand für sie übernehmen kann" (Laewen/Andres 2002 Seite 40). Bildung ist damit vor allem Selbstbildung.

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Anmerkung: Die vollständigen aktuellen Gesetzestexte (KiTaG, KiTaVO, KJHG) finden Sie hier.

 

Aktuelle Meldungen

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